Das eigene Bier, schnell und einfach

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Vor dem eigentlichen Bierbrauen muss die erforderliche Ausrüstung zusammengestellt werden. Aber auch die rechtlichen Hinweise zum privaten Bierbrauen müssen beachtet werden.
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Die Ausrüstung

Benötigt wird ein lebensmittelechter Gärbehälter mit Hahn, ein Füllrohr für die Flaschen, drei Kilogramm gehopfter Malzextrakt, 20 Gramm Trockenhefe, eine 20ml Einwegspritze, 40 Flaschen mit Bügelverschluss. Aus der Küche werden zudem benötigt: Ein etwa 10 Liter großer Topf, ein Quirl, Thermometer und ein Gefäss zum Hefeanstellen, eine Küchenwaage sowie Haushaltszucker zur Nachgärung. Wer sich zur Verwendung eines Bierkits entscheidet braucht kein Malzextrakt und auch keinen zusätzlichen Zucker. Vollwertige Kits sind für 20 Liter Bier ausgelegt und enthalten drei Kilogramm Malzextrakt.

Der Brauvorgang

Es darf nur dann Bier gebraucht werden, wenn für mehrere Tage eine Gärtemperatur zwischen 0 und 12 °C sichergestellt werden kann. Es gibt viele Anleitungen zum Bierbrauchen, nachfolgend eine Möglichkeit. Zuerst etwa vier bis fünf Liter Wasser auf 50 Grad erhitzen. Jetzt das Malzextrakt durch ständiges Rühren dem Wasser zufügen und die Mischung für etwa fünf Minuten zum Kochen bringen. Das gehopfte Konzentrat nun zusammen mit den Hopfen- und Trubbestandteilen in das Gärgefäss gießen. Jetzt das Gärgefäss noch mit so viel kaltem Wasser auffüllen, bis die gewünschte Menge erreicht ist. Bei den meisten Bierkits liegt dies bei etwa 20 Liter. Vor der Bierwürze wird zum Dehydrieren etwa 100 Milliliter der Trockenhefe in ein großes Gefäss gegeben. Das Gärgefäss nun fest verschliessen. Mit einem Thermometer wird nun die fertige Bierwürze überprüft. Wenn diese nicht mehr über 25 Grad heisst ist, kann die Hefe unter ständigem Rühren hinzugegeben werden. Das Gefäss nun für eine Stunde fest verschließen. Mit dem Quirl wird dann die Bierwürze ordentlich belüftet und aufgeschäumt. Der Hefestarter wird nun in die Würze gegossen. Nun das Gärgefäss wieder gut verschliessen. Die Gärglocke fängt nach etwa sechs bis zwölf Stunden zum Glucksen an und die Gärung beginnt. Meist ist durch diese drucklose Hauptgärung nicht viel Kohlendioxid gelöst wie gewünscht. Deshalb wird jetzt nochmals etwas Zucker hinzugefügt und die Gärung wird nun in den verschlossenen Flaschen weitergeführt. Dazu den Zucker mit dem Jungbier in einen etwa ¾ Liter grossen Behälter geben und gut verschliessen. Das restliche Jungbier wird in Flaschen abgefüllt. Dabei ist es wichtig, dass die Flaschen „von unten nach oben“ gefüllt werden. Dazu das Füllrohr bis zum Flaschenboden einführen. Die Flasche nicht randvoll füllen, etwa ein bis zwei Finger sollten oben Platz sein. Wenn alle Flaschen gefüllt sind nun den Hefebodensatz mit einem Löffel entnehmen und mit der Zuckerlösung vermischen. Mit der Einwegspritze wird nun der restliche Platz in der Flasche mit der Zuckerlösung aufgefüllt. Jetzt muss das Bier noch reifen, also nachgären. Dieser Vorgang braucht eine konstante Raumtemperatur und dauert etwa ein bis zwei Wochen. Zur abschließenden Konditionierung wird das Bier noch zwei bis vier Wochen bei einer Temperatur knapp oberhalb des Gefrierpunkts gelagert.